Antragsteller*in

N.N.

zur Weiterleitung an

SPD-Landtagsfraktion, AK-Jugend, LeiterInnen der kommunalen Gebietskörperschaften, kommunale Spitzenverbände

Antragstext

Jugendzentren sind elementare Bausteine der erfolgreichen Jugendpolitik einer Kommune. Dort werden unter pädagogischer Begleitung Angebote für Jugendliche bereitgestellt, die eine altersgerechte Freizeitgestaltung ermöglichen. Die Jusos Rheinland-Pfalz fordern daher mehr Öffentlichkeitsarbeit für Jugendzentren (z.B. Infostände, Angebotsaushänge an Schulen, Zusammenarbeit der Jugendzentren mit Schulen) auf kommunaler Ebene und eine Erweiterung der Öffnungszeiten abends, an Wochenenden und in den Ferien. Außerdem ist es wichtig, dass ein konstantes Ferienprogramm für die Jugendlichen angeboten wird.  Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sind der Zulauf und die Wirtschaftlichkeit der Jugendzentren gesichert. Dies wird dazu führen, dass längere Öffnungszeiten und eine Erweiterung der Öffnungszeiten in den Ferien und an den Wochenenden notwendig werden. Für die ausgedehnten Öffnungszeiten sollen auch vermehrt ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eingesetzt werden. 

Begründung:

In der Vergangenheit hat sich immer häufiger gezeigt, dass Jugendliche ihre Freizeit auf öffentlichen Plätzen, vor Geschäften und in Grünanlagen verbringen. In Gesprächen mit den Jugendlichen kommt immer wieder deren Ideenlosigkeit zum Vorschein, da oftmals keine Angebote für Jugendliche vor Ort bestehen, bei denen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung gewährleistet ist.  Diese Treffpunkte im öffentlichen Raum bedeuten oftmals einen Imageverlust für die entsprechenden Plätze, insbesondere in Abendstunden. Auch die Jugendlichen selbst fühlen sich oftmals dort nicht wohl, sehen aber keine anderen Möglichkeiten. Problematisch ist nicht, dass Jugendliche sich auf öffentlichen Plätzen aufhalten, aber es gibt auch Jugendliche, die gerade dann, wenn Jugendzentren geschlossen haben (d.h. abends, an Wochenenden, in den Ferien) gezielt Sachbeschädigungen, Vandalismus und andere Straftaten begehen. Auch kommt es oft zu übermäßigem, öffentlichen Alkoholkonsum Minderjähriger bzw. zum Konsum anderer Drogen.  Die Aufgabe der Jugendzentren ist, dass sie Jugendliche betreuen und das Jugendliche eine Anlaufstelle haben, gerade während der Ferien und an den Wochenenden. Hier kann denjenigen, die aufgrund der Familienstrukturen nicht mit qualifizierten Freizeitangeboten versorgt werden eine Perspektive geboten werden, die vor Isolation, Abspaltung, oder Verhaltensauffälligkeiten schützt.  Deshalb ist es uns so wichtig, dass die Öffnungszeiten der Jugendzentren erweitert werden. Denn Jugendliche haben nicht unter der Woche innerhalb der Öffnungszeiten Freizeit, sondern gerade an den Wochenenden und in den Ferien, wo die meisten Jugendzentren geschlossen haben.  Wir wissen, dass die Erweiterung und die Verlängerung der Öffnungszeiten mit finanziellem und personellem Mehrbedarf einhergehen. Aus unserer Sicht ist die Bereitstellung eines entsprechenden Angebots als präventive Maßnahme aber unerlässlich für die kommunale Jugendpolitik. Wer bei Jugendarbeit spart, wird langfristig Schaden nehmen.  Wir können uns beispielsweise vorstellen, die Jugendzentren auch mit vermehrter ehrenamtlicher Arbeit zu unterstützen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit soll deshalb auch auf die vielfältigen Möglichkeiten hingewiesen werden, wie Zivildienst und das FSJ in solchen Einrichtungen abgeleistet werden können